Voice: The new normal!

Am 20. Februar fand das erste Mal in Berlin das Voice.World Summit organisiert vom BVDW statt. Natürlich waren wir als eine der ersten Agenturen, die schon 2017 die ersten Skills und Actions für Amazon Alexa und Google Assistant in Deutschland entwickelt haben, ebenfalls vor Ort. Unseren Lagebericht zur Veranstaltung und den wichtigsten Insights zur Zukunft von Voice lest ihr hier.

Das erste Voice.World Summit war von der Größe der Veranstaltung übersichtlich  und mit ca. 200-300 Gästen fast schon intim. Das wird sich in den kommenden Jahren sicherlich anders gestalten, denke ich. Der Ort passte (DBB Forum in der Friedrichstrasse, Berlin) und die Speaker waren aus meiner Sicht sehr gut ausgewählt. Nicht nur, weil einige unserer Kunden vor Ort präsentiert haben. Spannende Insights von Google, Rewe, Antenne Bayern, Spotify und vielen weiteren haben für eine sehr kurzweilige und durchaus spannende Veranstaltung gesorgt. Unter anderem wurden Vorträge zu Skill-Cases (Rewe), KI & Voice (Amazon), Sprachsteuerung & In Car-Entertainment, Audio-Branding & Strategie (Antenne Bayern), Audio im Sportmarketing (Sports Maniac) und einiges zu Markforschung und Vermarktung vorgetragen. Alles in allem wirklich unterhaltsame und spannende Insights. Meine Einschätzung, dass 2019 das Thema Voice & Audio die Entwicklung dominieren wird und sich (endlich) zu einem massenkompatiblen Part im Marketing-Mix für Brands entwickelt, wurde absolut bestätigt.

 

The Future Of Voice.

TBO hat schon 2017 als eine der ersten Agenturen mit der Entwicklung von Alexa Skills u.a. für Bertelsmann/rtv („Alexa, frage rtv was jetzt auf ProSieben läuft“) begonnen. Damals noch absolutes Neuland für alle. Das merkte man sogar auch auf Seiten von Amazon, die damals gerade die ersten Schnittstellen bereitgestellt hatten und sich noch sehr vieles anfühlte wie zu den Pionierzeiten von Smartphones und Apps im Jahr 2007. Zwischenzeitlich hat sich viel getan. Dennoch sind wir immer noch ganz am Anfang einer, aus meiner Sicht, enormen Entwicklung. Laut Google gibt es alle 10 Jahre ein Major Shift im Bereich Computing. 1987 war das Desktop, 1997 Internet, 2007 Mobile und seit 2017 sind es Voice-Assistants.

Die Dekade der Voice-Assistants hat 2017 begonnen.

Neben den Screen-basierten Devices setzen sich die „Devices without Screen“ immer mehr durch und entwickeln sich zur Normalität für die Nutzer. 2019 nutzen bereits 33 Prozent aller Internetnutzer in den USA Voice Assistenten. Das ist eine enorme Zahl und bedeutet, dass Voice im Massenmarkt angekommen ist. Brands und Produkte müssen sich auf dialogische Nutzererlebnisse konzentrieren und die aktuellen digitalen Angebote ausbauen.

Folgende Fragen sollten sie sich dabei stellen:

  • Was biete ich meinen Nutzern neben den klassischen App- und Web-Anwendungen im Marketing-Mix?
  • Wie hört sich meine Marke an?
  • Wie liest sich meine Marke?
  • Findet eine optimale Personalisierung statt?
  • Gewährleisten wir eine optimale Erreichbarkeit?

Hierbei stellt sich immer die Herausforderung einer optimalen kontextuellen Einbindung von Services im Rahmen der Customer Journey.

Content is King, but Context is God! (Gary Vynerchuck)

Wir müssen uns also immer die Frage nach der Erwartungshaltung des Nutzers stellen. Die Zukunft dabei gehört u.a. Conversational User Experience (CUX) & Conversational User Interaction (CUI). Was heißt das konkret? Wo bis heute alle von User Experience Design und User Interaction Design sprechen und dabei eher von der Konzeption Screen-basierter Anwendungen ausgehen, muss die neue Nutzererwartung für Konversationen über smarte Sprachanwendungen fest in den Prozess der Konzeption mit einfließen.  Smart Speaker durchdringen den Markt aktuell wesentlich rasanter als das Smartphone.

 

Conversational Experience is the future.

Neben den Voice-Interfaces sind im Bereich des dialogischen Nutzererlebnisses aber ebenso hybride Voice-Anwendungen und Messenger Interfaces wichtig zu beachten. Im Endeffekt verabschieden wir uns immer mehr von der rein Screen-basierten Konzeption und betreten den Bereich eines 360 Grad-Dialogs mit dem Nutzer. Voice (und Audio, also z.B. auch Podcasts) runden neben App- und Webanwendungen das optimale gesamtheitliche dialogische Kommunikationsangebot für den Nutzer ab. Dabei bilden Voice- und speziell auch Audio-Angebote einen noch intimeren und exklusiveren Rahmen im Dialog mit dem Nutzer, als es die Smartphone-Apps und Webanwendungen jemals bieten können.

Das Motto: Hands busy – eyes busy. Voice free.

Digital Voice Assistants sind aktuell auch das große Thema der Autohersteller und von Marken, die gerne diesen hoch exklusiven Raum im Auto besetzen wollen. Wie stark Auto-Marken auf das Thema Voice Assistant, dialogische Nutzererbnisse und Kontextualisierung setzen, konnte man in der Werbepause des letzten Super Bowl sehen. Dort investierte Mercedes 12 Millionen Dollar für einen 60 sekündigen Werbespot, der voll auf das Thema In-Car Experience für Voice setzte. Uns freut diese Entwicklung natürlich sehr. Nicht ohne Grund beschäftigen wir uns schon seit 2017 intensiv mit dem Thema Voice und runden so unser Leistungsangebot als Digitalagentur neben der App- und Webentwicklung ab. Aber auch die Herangehensweise im Entstehungsprozess von Voice-Assistant-Angebote hat sich verändert.

Die Entwicklung von Meaningful-Products brauchen Zeit.
Speziell bei der Konzeption! Nur so entstehen echte Mehrwerte für den Nutzer – und dann auch für den Kunden.

Voice-Assistants sind dann technisch recht einfach umzusetzen, wenn die Vorarbeit sauber erfolgt und optimal durchdacht ist. Aber das Wesentliche: Es entstehen echte Mehrwerte für den Nutzer. Das Ergebnis ist eine hohe Widerkehrrate, eine höhere Haltedauern und eine echte Einbettung des dialogischen Nutzererlebnisses in den Alltag. Dadurch ergibt sich der Markterfolg für den Kunden.

Meaningful ist die Währung.

Du planst auch einen Voice Assistant oder willst dich einfach nur mal austauschen oder beraten lassen? Wir helfen dir sehr gerne. Ruf uns an oder schreib uns gerne eine Mail.

Ruslan

Ruslan

Ruslan ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Digitalagentur TBO. Seit 1998 ist Ruslan Krohn in der Digitalbranche aktiv und war seitdem in leitender Position in verschiedenen Medienhäusern tätig. Vor der Agenturgründung war er Geschäftsführer der „SID Sportmarketing & Communication Services“, einem Tochterunternehmen des Sport-Informations-Dienstes (SID). Davor verantwortete er als Leiter von „Sat.1 Multimedia“ den gesamten Diversifikationsbereich der Sendermarke und baute u.a. den neu geschaffenen Geschäftsbereich „Mobile“ und „Games“ auf.